
Wenn Sie diesen Newsletter nicht einwandfrei lesen können, klicken Sie bitte hier!

Sehr geehrte Damen und Herren
Am 10. November 2009 haben 19 Organisationen aus dem Zürcher Gesundheitswesen den Verein Gesundheitsnetz 2025 gegründet. Zu den Mitgliedern zählen Spitäler, Krankenversicherungen, Verbände von Pflegenden, Apotheken und der Ärzteschaft, die Spitex, die Pro Senectute Kanton Zürich, Dialog Ethik und die Stadt Zürich.
In seinem Referat an der Gründungsversammlung, erklärte Stephan Siegrist, Leiter des Think-Tanks W.I.R.E., dass das Gesundheitswesen ein träges System sei, das zudem wenig Vorstellungskraft über zukünftige Entwicklungen verfüge.
Als im Gesundheits- und Umweltdepartement vor Jahren die Absicht reifte, in der Zürcher Gesundheitsversorgung die Vernetzung zu stärken und innovative Versorgungsmodelle zu erproben, war man sich der zeitlichen Dimensionen bewusst. Ebenso, dass eine fruchtbare Vernetzung auf gegenseitigem Vertrauen beruht. Dies galt auch für die Anfänge im GUD. Aus ersten Ideen wurde eine gemeinsam getragene Absicht entwickelt. Bald fanden sich erste Partnerorganisationen, die bereit waren in konkreten Projekten zusammenzuarbeiten. Diese Akzeptanz von Aussen war für die Weiterentwicklung sehr wichtig.
In den vergangen zwei Jahren wurden weitere Partnerorganisationen gesucht, das Gesundheitsnetz 2025 sollte in einer breiten Trägerschaft verankert werden. Wir sind glücklich, dass dieses nun gelungen ist. Unterstützt wurden wir dabei von Jana Faehnrich. Sie war in den vergangenen zwei Jahren Ansprechperson und Motor für die Weiterentwicklung.
Mit der Gründung des Vereins ist das Gesundheitsnetz 2025 flügge geworden, es tritt in eine neue Phase. Die formalen Strukturen sind mit der Vereinsgründung geschaffen, mit den Aufbauarbeiten stehen wir aber weiterhin ganz am Anfang. Hier zeigt sich die Trägheit des Systems, Veränderung benötigt Zeit, erst recht, wenn sie nachhaltig sein soll. Spannend bleibt die zukünftige Entwicklung aber trotzdem.
Dem Gesundheitsnetz 2025 wünsche ich einen lebhaften Austausch im Netzwerk, unkonventionelle Ideen aus dem Think-Tank, überraschende Kooperationen und neue Projekte. Ich erwarte einen fairen Umgang untereinander und hoffe auf neue Mitglieder!
Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Ihnen die Gesundheitsversorgung in Zürich und seiner Agglomeration zu gestalten und stetig und mit Geduld mehr Dynamik ins träge System zu bringen.
Michael Allgäuer
Präsident Verein Gesundheitsnetz 2025
Wie kann erreicht werden, dass von Langzeiterkrankung betroffene Menschen schneller und besser zu geeigneten Strategien finden, dass ihr Weg weniger von Irrungen, Ratlosigkeit und Enttäuschung geprägt ist? Solche Fragen vereinten sich mit den Zielen des Gesundheitsnetzes 2025. Antworten aus der Forschungsliteratur und von vielen Gesprächspartnern und -partnerinnen führten zum Projekt (als ZiL bekannt) und nun ist das Angebot Leila - Leben mit Langzeiterkrankung fast schon startklar.
Das Angebot richtet sich an Menschen, die mit mehreren bleibenden Erkrankungen leben müssen, die damit nicht zu Rande kommen oder die schwierige Übergänge zu bewältigen haben, sowie an deren Bezugspersonen. Die Leistung beinhaltet Begleitung, Beratung und Schulung im Umgang mit den Erkrankungen und ihren Auswirkungen im Alltag. Das Angebot vereint damit Versorgungselemente, deren gute Wirkung in andern Ländern gezeigt werden konnte. Die Begriffe dazu sind Care-Management, Coaching, pro aktive Versorgung, Selbstmanagement-Schulung, Hilfe zu Bewältigung und Empowerment.
Die Trägerschaft wird in der dreijährigen Pilotphase von den Städtischen Gesundheitsdiensten (SGD) wahrgenommen, eine ideale Basis um mit verschiedenen Partnern "geschäften" zu können. Die SGD stellen vor allem ein Team von Pflegefachfachfrauen, die Fähigkeiten zu erweiterter Praxis, sogenannter Advanced-Nurse-Practice (ANP), mitbringen und ausbauen werden. Für die Startphase im 2010 sind zusätzlich zur Projektleiterin Stefania Bonsack, nun Christine Rex (40%), und Margot Klein (60%) angestellt.
Hausärzte und Hausärztinnen haben die Möglichkeit, ihre Praxis mit dem Leila Angebot zu erweitern
Das SWICA Gesundheitszentrum Zürich Wiedikon hat die Gelegenheit wahrgenommen und die SWICA Krankenversicherung unterstützt das Vorhaben finanziell. Der vorgezogene Teilstart dort ist gut angelaufen. Mit der MediX Gruppenpraxis Zürich Wipkingen werden zur Zeit die Modalitäten für die Zusammenarbeit festgelegt, zmed prüft die Option, in ihren Managed-Care Modellen die Leistungen von Leila einzubauen.
Leila wird spätestens Ende des ersten Quartals 2010 soweit funktionsfähig sein, dass die Öffnung für weitere in der Stadt Zürich praktizierende Ärztinnen und Ärzte möglich wird. Als späterer, weiterer Aufbauschritt ist ein quartierorientiertes Teilprojekt mit Apotheken in Planung.
Beratungspfad (PDF, 136 Kb) Leila
Informationen und Dokumente zur Umsetzung des Angebots wie Erreichbarkeit, Zuweisungsformulare, Beratungsstandards etc., werden ab Januar 2010 als Link in der Homepage des Gesundheitsnetzes 2025 hinterlegt.
Stefania Bonsack
Projektleiterin Leila
Tel.: 044 404 81 50
Am Jahres-Event des Gesundheitsnetzes 2025 am 8. September 2009 zum Thema „Vulnerable Patientengruppen unter SwissDRG - eine Herausforderung für das System“ nahmen über 120 Personen aus verschiedenen Organisationen teil. Nebst dem Hauptthema DRG wurde über den aktuellen Stand des Gesundheitsnetzes 2025 informiert und die einzelnen Pilotprojekte stellten sich auf Plakaten vor.
Nach drei Inputreferaten zu ökonomischen, ethischen und Versorgungsaspekten von SwissDRG diskutierten die Teilnehmenden anhand mehrerer Thesen mögliche Auswirkungen der DRG-Einführung auf die Gesundheitsversorgung von vulnerablen Patientengruppen. In den lebhaften Diskussionen und den Schlussstatements zeigte sich, dass die Meinungen dazu weit auseinander liegen und dass das Thema niemanden kalt lässt.
Der anschliessende Apéro wurde für weiterführende Diskussionen und für Networking rege genutzt. In der kurzen Zeit seit ihrem Bestehen konnten sich die Veranstaltungen des Gesundheitsnetzes 2025 als interessante, gut besuchte Anlässe etablieren.
Zum Download von Referaten und Diskussionsthesen
Jana A. Faehnrich
Leiterin Kommunikationsplattform
Am 10. November wurde der Verein Gesundheitsnetz 2025 gegründet. Mit der Gründung des Vereins beschreitet Zürich einen neuen Weg: Akteure, die sich sonst in Verhandlungen gegenüber sitzen, wollen hier zusammen arbeiten und in der Region Zürich die integrierte Versorgung fördern. Wenn es dem Verein gelingt auf der Basis von gemeinsamen Interessen der Mitglieder Lösungen für Probleme in der Gesundheitsversorgung zu erarbeiten, wäre das Zürcher Modell in der Tat innovativ!
Mit der Vereinsgründung übernimmt ab Januar 2010 nach einer Übergangszeit der Vereinsvorstand die Information und Öffentlichkeitsarbeit für das Gesundheitsnetz 2025. Damit geht nach zwei Jahren mein Auftrag – Aufbau und Leitung der Kommunikationsplattform - zu Ende. Ich bedanke mich hier bei allen für die gute Zusammenarbeit und sage auf Wiedersehen, in der Gewissheit, dass ich die Eine oder den Anderen auf einer der zahlreichen Baustellen des Gesundheitswesens wieder treffe.
Jana A. Faehnrich
Leiterin Kommunikationsplattform
Das Projekt befindet sich in der Umsetzungsphase. Im November und Dezember 2009 werden die Freiwilligen rekrutiert, im Januar und Februar 2010 geschult und für den Frühling 2010 ist die Aufnahme der Arbeit geplant. Zur Beschaffung der Finanzen werden parallel Stiftungen u.ä. angefragt.
Albert Wettstein
Co-Projektleiter Salute
Interview (PDF, 264 Kb) mit PD Dr. Albert Wettstein zum Thema Freiwilligenarbeit
Kompass wird im Januar 2010 operativ und wird mit ersten wichtigen Partnern zusammenarbeiten. Dies sind voraussichtlich der Stadtärztliche Dienst, die Sozialdienste der Spitäler Triemli, Waid und USZ sowie ein Spitexdienst. Weitere Kooperationen - auch mit Krankenkassen - sind geplant. Diese Kooperationen sind wichtige Voraussetzungen für eine gelungenes Projekt in einem anspruchsvollen politischen und ökonomischen Umfeld.
Die drei Mitarbeitenden hinter Kompass
Wirklich entscheidend sind aber die Menschen hinter dem Projekt. Das Team besteht aus drei erfahrenen und engagierten Fachleuten. Sabina Bridler ist Psychologin mit einer breiten Praxiserfahrung und arbeitete die letzten Jahre als psychosoziale Beraterin und Fachredakteurin für die Pro Mente Sana. Christa Stalder ist eine sehr erfahrene Sozialarbeiterin und war lange beim Sozialdepartement im Bereich der niederschwelligen Suchtarbeit tätig. Christian Kistler Thoma vertritt den Pflegebereich, ist Projektleiter und leitete früher das Kriseninterventionszentrum KIZ. Diese drei Fachleute freuen sich auf ihre Aufgabe und stehen ab Januar für KOMPASS; den aufsuchenden Case Management-Dienst im Dreieck Somatik, Psychiatrie und soziale Hilfe.
Christian Kistler Thoma
Projektleiter Kompass
Seit September 2009 läuft eine vertiefte Umfeldanalyse, die potentielle Partnerinnen und Partner für den elektronischen Austausch von Patientendaten und erfolgversprechende Handlungsfelder identifizieren soll. Mit der Durchführung der Interviews wurde die Firma Siemens Schweiz AG, IT Solutions and Services beauftragt. Die Resultate liegen voraussichtlich im April 2010 vor.
Sandra Graf
Projektleiterin EAP
Das Gesundheitswesen boomt - wo liegen die Grenzen des Wachstums?
Redaktion: Jana A. Faehnrich
Leiterin Kommunikationsplattform Gesundheitsnetz 2025
jana.faehnrich@gesundheitsnetz2025.ch
Tel.: +41 76 221 17 04
erscheint 3 mal jährlich
frühere Ausgaben des Newsletters finden Sie im Newsletter Archiv